CSC Berlin: Woher der Begriff kommt und wie ein Cannabis Social Club abläuft

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CSC Berlin ist eine der häufigsten Suchformulierungen rund um Anbauvereinigungen in der Hauptstadt – und zugleich eine Abkürzung, die im Gesetz gar nicht vorkommt. Dieser Beitrag ordnet den Begriff ein und beschreibt, wie der Ablauf in einem Cannabis Social Club tatsächlich aussieht.

Woher die Abkürzung CSC stammt

CSC steht für „Cannabis Social Club“. Das Modell stammt ursprünglich aus Spanien und Belgien, wo sich seit den 1990er-Jahren geschlossene Vereine bildeten, die für ihre Mitglieder gemeinschaftlich anbauten. Der Grundgedanke: ein überschaubarer, nicht gewerblicher Kreis, in dem Herkunft und Menge nachvollziehbar bleiben.

Der deutsche Gesetzgeber hat diesen Begriff nicht übernommen. Das Konsumcannabisgesetz spricht ausschließlich von „Anbauvereinigungen“. Im Sprachgebrauch – und damit auch in der Suche – hat sich CSC dennoch durchgesetzt. Wer nach einem CSC Berlin sucht, meint deshalb in aller Regel eine erlaubte Anbauvereinigung mit Abgabestelle in Berlin.

Wie ein CSC organisiert ist

Ein Cannabis Social Club ist ein eingetragener Verein mit Satzung, Vorstand und Mitgliederversammlung. Er finanziert sich über Beiträge und Kostenbeiträge für die weitergegebenen Mengen, nicht über Gewinnmargen. Ein Verein darf höchstens 500 Mitglieder haben und muss eine Person benennen, die für Prävention und Jugendschutz zuständig ist. Wie das bei uns geregelt ist, steht unter Satzung & Transparenz und Jugendschutz.

Der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Antrag. Schriftlicher Aufnahmeantrag mit Identitätsnachweis. Geprüft wird unter anderem, ob bereits eine Mitgliedschaft in einer anderen Anbauvereinigung besteht – nach § 16 KCanG ist immer nur eine zulässig.
  2. Aufnahme. Nach der Aufnahme beginnt die Mitgliedschaft. Es gilt eine Mindestdauer von drei Monaten, gekündigt werden kann mit einem Monat Frist zum Monatsende.
  3. Bedarf anmelden. Mitglieder melden ihren Bedarf an; der Verein plant den Anbau danach. Ein spontaner Verkauf an der Tür ist nicht vorgesehen.
  4. Abgabe. Die Weitergabe erfolgt persönlich am Standort, gegen Mitgliedsausweis und dokumentiert. Versand, Lieferung oder Bestellung über Messenger sind ausgeschlossen.

Welche Regeln in einem CSC gelten

  • Höchstens 25 Gramm pro Tag und 50 Gramm pro Monat je Mitglied.
  • Für 18- bis 21-Jährige: höchstens 30 Gramm monatlich, THC-Gehalt maximal 10 Prozent.
  • Kein Konsum in den Vereinsräumen und im Umkreis von 100 Metern.
  • Mindestabstand von 200 Metern zu Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Spielplätzen.
  • Keine Abgabe von Alkohol oder Tabak, keine Werbung für Cannabis (§ 6 KCanG).

CSC, Coffeeshop und Fachgeschäft – die Unterschiede

Ein CSC ist kein Coffeeshop niederländischer Prägung: Es gibt keinen Konsum vor Ort, keinen offenen Zutritt und keinen Verkauf an Laufkundschaft. Er ist auch kein lizenziertes Fachgeschäft, wie es in einzelnen Modellregionen erprobt wird. Die Abgabe ist auf den eigenen Mitgliederkreis begrenzt – das ist der zentrale Unterschied.

CSC Berlin im Alltag

Praktisch heißt das: feste Öffnungszeiten statt wechselnder Treffpunkte, eine zugelassene Abgabestelle statt Lieferung, und eine dokumentierte Herkunft statt anonymer Ware. Die Anfahrt nach Berlin-Marzahn und die aktuellen Zeiten stehen auf der jeweiligen Seite; wer aufgenommen werden möchte, findet die nächsten Schritte unter Warteliste.

Einen Überblick über den Verein, den Standort und die Aufnahme gibt die Startseite von CSC Berlin.

Stand: September 2026. Dieser Beitrag dient der sachlichen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.

Kommentare

Ein Kommentar zu „CSC Berlin: Woher der Begriff kommt und wie ein Cannabis Social Club abläuft“

  1. […] Auflagen, Dokumentationspflichten und Aufsicht. Wie das im Alltag aussieht, beschreibt der Beitrag CSC Berlin: Begriff und Ablauf; die Vereinsstruktur selbst ist unter Der Verein und Satzung und Transparenz […]

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